Normannische Theorie der Herkunft des Staates – eine der umstrittensten und interessantesten Richtungen der Politikwissenschaft, die behauptet, dass der Staat durch die Aktivitäten der Normannen Barbaren im Mittelalter entstanden ist. Im Mittelpunkt dieser Theorie steht der Prozess der Bildung und Entwicklung der Staatsmacht sowie die Mechanismen für ihre Zurückhaltung und Nachhaltigkeit.
Die wichtigsten Bestimmungen der normannischen Theorie es besteht darin, dass der Staat durch die territoriale Eroberung und politische Expansion der Normannen entstanden ist. Ihre militärische Macht, ihre Regierungskunst und ihre Rechtskultur ermöglichten es ihnen, einen starken, zentralisierten Staat zu schaffen, der die absolute Macht des Königs und der ihm untergebenen Feudalherren umfasste.
Das Wesen der normannischen Theorie der Staat ist das Ergebnis einer Vereinbarung zwischen Macht und Gesellschaft, die auf der vertikalen Macht und der nationalen Identität basiert. Die Theorie hebt die wichtigsten Elemente der Regierungsbildung hervor, wie Gewalt, Elitarität, die Fähigkeit, das Territorium zu kontrollieren und die Sicherheit zu gewährleisten, sowie die Schaffung von Institutionen für Macht und Recht und Ordnung.
Die normannische Staatstheorie: Die Ursprünge und Ursachen des Auftretens
Die Hauptursachen für das Auftreten der Normannen-Invasion und damit die Bildung eines Staates in diesen Regionen lassen sich durch die folgenden Faktoren erklären:
- Wirtschaftliche Gründe: Der hohe Wettbewerb unter den Normannen im Norden Europas, der Mangel an Land und Ressourcen, der Wunsch, neue Gebiete für Erschließung und Handelsbeziehungen zu finden, waren die treibende Kraft hinter der Invasion.
- Politische Gründe: Die Normannen wurden durch eine Art maritime Militärorganisation und eine flexible Form der politischen Führung vereint. Dies ermöglichte es ihnen, die erworbenen Gebiete effektiv zu verwalten und ihre eigenen Regierungen zu gründen.
- Soziale Gründe: Die Normannen und ihre militärischen Einheiten wurden durch die Aussicht auf neues Leben und sozialen Fortschritt angezogen. Ihre Fähigkeit, sich selbst zu verteidigen und die eroberten Länder auszunutzen, trug zur Bildung einer neuen sozialen Führung bei.
- Kulturelle Gründe: Die kulturelle Besonderheit der Normannen - ihre Anerkennung als Seemacht - legte die Grundlagen für die weitere Bildung der Staatlichkeit und die Schaffung mächtiger normanischer Königreiche und Imperien.
Die normannische Staatstheorie glaubt daher, dass die Ursprünge und Ursachen des Staates mit einer äußeren Invasion der Normannen zusammenhängen, die zur Schaffung einer stabilen politischen und sozialen Struktur in den erworbenen Gebieten beigetragen hat.
Historische Fakten und Argumente, die die normannische Theorie unterstützen
1. Ursprüngliche Quellen: Beginnend mit der Sage über Olaf Tryggvason und anderen isländischen Sagas gibt es viele historische Dokumente, die auf den Einfluss der Normannen auf die Entwicklung der Staatlichkeit in Europa hinweisen.
2. Machterweiterung: Die Normannen, besonders im X-XI Jahrhundert, haben ihre Macht in Nordeuropa aktiv und erfolgreich ausgebaut, darunter Großbritannien, Irland, Italien sowie ein großer Teil des heutigen Frankreichs. Dies ist ein Beweis für den staatlichen Aufbau, der durch militärische Überlegenheit und effektives Management möglich war.
3. Ausgrabung: In Regionen, in denen die Normannen wesentlich präsent waren, wurden archäologische Funde entdeckt, die ihre Anwesenheit und Aktivität in diesen Gebieten bestätigen. Zum Beispiel wurde die Wiederherstellung der normannischen Eroberung Siziliens durch den Fund von normannischem Geschirr und Waffen unterstützt.
4. Sprache und Kultur: Der Einfluss der Normannen auf die Kultur und Sprache vieler europäischer Völker unterstützt auch die normannische Theorie. Zum Beispiel spricht die Verbreitung des normannisch-Französischen in England bis ins Mittelalter über die Bedeutung der Normannen bei der Bildung englischer Institutionen, einschließlich staatlicher Institutionen.
5. historisches Ereignis: Viele historische Ereignisse wie die Schlacht von Hastings (1066) und die Eroberung Englands durch Wilhelm dem Eroberer sowie die Eroberung Siziliens durch Roger I. weisen auf die Bedeutung der Normannen bei der Bildung der Staatlichkeit und Herrschaft dieser Regionen hin.
6. Genetik: Viele Studien über genetisches Material zeigen, dass einige Populationen europäischer Länder wie England, Irland und Schottland die genetische Spur der Normannen behalten, was sich positiv auf historische Argumente auswirkt, die die normannische Ursprungstheorie des Staates unterstützen.